Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Projekt ALiS

Augmented Living Spaces (ALiS) bezeichnen Räume, welche mittels spatialer Augmented Reality (AR)-Technologie aufgewertet werden. Im Gegensatz zu AR via Headsets (bspw. Microsoft HoloLens) wird das AR-Erlebnis für den Nutzer mit Projektoren und Sensoren umgesetzt, welche die synthetischen Informationen - Bilder, Töne etc. - in den Raum projizieren und dynamisch anpassen.

Der Einsatz von AR-Technologien, hat für die Stärkung der Selbstständigkeit pflegebedürftiger und kognitiv beeinträchtigter Menschen ein hohes Potential. Das zeigen verschiedene Projekte, die bereits den Einsatz von AR in der Pflege erforschen. Die BMBF-Projekte „Pflegebrille“ oder „Augmented Living“ ermöglichen bspw. durch die Nutzung von AR-Headsets das Anbringen virtueller Notizen in der Wohnung, bessere Kommunikationsmöglichkeiten via Videotelefonie oder die Routenführung in der eigenen Wohnung. Die Ergebnisse zeigen, dass dadurch sowohl Pflegekräfte als auch Pflegebedürftige in Szenarien des Lebensalltags unterstützt werden können.

Diese Erfolge basieren jedoch durchgängig auf der Akzeptanz und Kompetenz im Umgang mit diesen Wearables. Dies ist jedoch nicht bei allen Menschen der Zielgruppe gegeben. So führen körperliche/medizinische Voraussetzungen wie kognitive Beeinträchtigungen oder die fehlende Bereitschaft, ständig eine AR-Headsets zu tragen, zu erheblichen Nutzungsproblemen.

Die Idee des geplanten Projektes ALiS setzt genau an diesem Punkt an und soll durch die Nutzung von spatialer AR diese Probleme umgehen und dennoch die Potentiale von AR in der Pflege und insbesondere in der Teilhabeförderung realisieren. Es soll ein erster ALiS realisiert und damit verbundene Potenziale bezüglich Akzeptanz und Nutzbarkeit untersucht werden. In enger Zusammenarbeit mit der Zielgruppe (Pflegebedürftige mit kognitiven Einschränkungen) und Praxispartnern aus der Wirtschaft sollen spezifische Szenarien für ALiS identifiziert und vielversprechende Unterstützungs-Szenarien getestet werden. Diese werden als ALiS umgesetzt und im Vergleich zum Einsatz von AR-Headset evaluiert werden.

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